Du bist total wirr im Kopf, deine Gedanken kreisen und du findest weder Struktur noch Ruhe? Dann probiere es doch mal mit den Morgenseiten!
Was sind die Morgenseiten?
Kennengelernt habe ich diese Technik im Buch von Julia Cameron "Der Weg des Künstlers - Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität". Es ist eine denkbar einfache Technik! Du brauchst dazu nur eine Kladde und einen Stift. Mehr nicht. Und dann schreibst du - drei Seiten, nicht mehr und nicht weniger! Jeden Morgen nach dem Aufstehen. Klingt zu simpel und irgendwie banal? Ist es aber nicht!
Wie schreibe ich die Morgenseiten?
Es geht dabei nicht um ein literarisches Meisterwerk. Die Morgenseiten sind auch kein Tagebuch. Sie sind eher eine Art Gedankenentleerung. Das heißt, du schreibst einfach alles auf, was dir durch den Kopf geht. Gedanken, Gefühle, alles, was kommt. Auch wenn du das Gefühl hast, da ist nichts. Schreibe es auf. Es kommt schon was, keine Sorge. Du brauchst auch keine Angst vor den leeren Seiten zu haben. Niemand wird deine Morgenseiten lesen oder sie kritisieren! Nicht einmal du selbst. Also schalte deinen inneren Kritiker aus und beginne zu schreiben.
Was bewirken die Morgenseiten?
Mir helfen sie enorm dabei, mich und meine Gedanken und Gefühle zu sortieren, mich zu sammeln und vor allem, mich selbst und meine Art zu denken wahrzunehmen. Danach fühle ich mich meist wieder etwas aufgeräumter und klarer. Und ich kann leichter Entscheidungen treffen, die mir durch das Schreiben bewusst geworden sind. Oft passiert es, dass nach anderthalb Seiten der Schreibfluß ins Stocken gerät und eine Art Leere entsteht. Lass dich davon nicht irritieren. Schreibe einfach weiter, es kommt schon noch was. Manchmal möchte ich auch mehr schreiben, weil ich gerade einen spannenden Gedanken verfolge. Aber vergiss nicht: drei Seiten zu schreiben, nicht weniger!
Was bringen die Morgenseiten?
Natürlich entsteht bei diesem "automatischen" Schreiben auch viel Triviales und Alltägliches, aber das ist völlig in Ordnung. Wie gesagt, die Morgenseiten sollen kein literarisches Meisterwerk werden. Aber es finden sich auch immer wieder kleine Perlen im Geschriebenen, Einsichten und Erkenntnisse und das ist wunderbar. Wichtig ist: schreibe die Morgenseiten jeden Tag. Baue dieses Ritual in deinen Alltag ein. Nimm dir die Zeit dafür, du wirst sehen, es lohnt sich!
Fazit
Die Morgenseiten sind eine simple, aber fantastische Technik, um dich und deine Gedanken zu sammeln und zu sortieren. Es hilft wunderbar gegen depressive Stimmungen am Morgen. Danach fühlst du dich aufgeräumt und klarer. Alles, was du dazu brauchst, ist eine Kladde und ein Stift. Gönn dir diese Zeit am Morgen, nur für dich und lerne deine Art zu denken und zu fühlen kennen.
Also dann, besorg dir eine Kladde und schreibe! Und berichte mir gerne, wie es dir damit geht!
