In meinem Buch findest du neben den Texten auch viele meiner Bilder. Das sind vor allem digitale Fotocollagen, aber auch übermalte Fotografien und meine Soulcollagen. Diese kreative Technik der Collagen habe ich in einem Workshop kennengelernt.
Was sind Soulcollagen?
Soulcollagen sind analoge Collagen in einem bestimmten Format (am besten nicht größer als 13 x 21 cm). Sie sind Kreativbilder deiner Seele und zeigen mit welchen Fragen, welchen Themen du dich gerade beschäftigst. Außerdem sind sie Ausdruck deiner inneren Anteile, deiner verschiedenen Facetten. Soulcollagen entstehen aus dem Inneren, intuitiv und überraschend.
Was brauche ich für eine Soulcollage?
Alles was du dazu benötigst, ist ein fester Karton in den oben erwähnten Maßen, eine Schere, Klebstoff und Fotos oder Bildausschnitte aus Zeitschriften. Nimm dir ca. 20 Minuten Zeit und durchforste deinen Vorrat an Bildern und Zeitschriften. Schneide oder reisse alle Bilder aus, die dich jetzt gerade ansprechen und anziehen. Du kannst dir für die Auswahl ein Thema stellen oder auch eine Frage. Zum Beispiel: Wonach sehne ich mich? Was ist mein Traum? Wer möchte ich sein?
Die Gestaltung
Wenn du genügend Bildausschnitte beieinander hast (oder die 20 Minuten um sind), lege sie vor dich hin und betrachte sie in Ruhe. Lass die Bilder zu dir sprechen. Und dann beginnst du, sie auszuwählen. Nimm das, was dich am meisten anspricht. Suche Vorder- und Hintergrund aus, stelle die einzelnen Bildteile zusammen. Dabei kann dir auch ein Rahmen aus Papier helfen, um den Bildausschnitt leichter wählen zu können. Vielleicht möchtest du deine Bildteile mit einer Nagelschere fein ausschneiden oder lieber ausreissen, was immer dir passend erscheint. Wenn du mit deiner Gestaltung zufrieden bist, kannst du sie auf den Karton kleben. Arbeite dabei von unten (Hintergrund) nach oben (Vordergrund).
Die Betrachtung
Wenn du deine Soulcollage fertig gestaltet hast, kannst du sie dir in Ruhe anschauen. Was sagt sie dir, auf ihre eigene, intuitive Weise? Was erkennst du in ihr? Vielleicht magst du ihr auch einen Titel geben, den schreibe aber bitte auf die Rückseite, Worte haben auf einer Soulcollage nichts verloren. Sie würden nur unseren Verstand aktivieren und das unbewusste Verstehen erschweren.
Wahrscheinlich hast du jetzt noch einen großen Vorrat an schönen Bildern. Warum also nicht noch eine Karte gestalten?
Literatur zum Thema Soulcollage
Wenn du mehr über Soulcollagen erfahren willst, es gibt ein sehr gutes Arbeitsbuch dazu, das auch die Hintergründe zu dieser Technik der Selbstfindung gut beschreibt:
Seena B. Frost: Soulcollage - Kreativbilder deiner Seele. Silberschnur Verlag, 2015.

